Firma 6 Spital Riggisberg, 1889-2002 (Bestand)

Archivplan-Kontext

 

Allgemeine Information

Identifikationsbereich

Signatur:Firma 6
Titel:Spital Riggisberg
Entstehungszeitraum:1889 - 2002

Angaben zur Benutzung

Bemerkungen:Der Bestand befindet sich im Aussendepot I (Länggasse). Bitte beachten Sie die Bestellzeiten auf unserer Internetseite.

Angaben zum Kontext

Provenienz:2022/43
Verwaltungsgeschichte:Im Jahr 1894 überzeugte der Riggisberger Arzt Dr. Joseph Käser die Bevölkerung von der Notwendigkeit eines Krankenhauses, wegen den mancherorts mangelhaften Behandlungen der Erkrankten. Dieser Umstand führte zur Gründung des Initiativkomitees "Krankenhaus Riggisberg", wofür sich sechs Gemeinden zu einer Verbandsgemeinde zusammenschlossen. Drei Jahre später wurde das Krankenhaus, nach einem Jahr Bauzeit, am ersten Juni 1897 eröffnet. Die Baukosten wurden dank Spenden und einem Armenfonds gedeckt. Während des ersten Weltkrieges war das Spital stark ausgelastet. In dieser Zeit machte sich ein zunehmender Mangel an Pflegebetten und Behandlungsräumen spürbar. Deshalb wurde 1917 entschieden, das Spital zu erweitern. 1929 wurde der Baubeschluss gefasst, das Krankenhaus erneut zu erweitern. Die Erweiterung wurde 1931 umgesetzt und 1932 wurde die Tuberkulosestation eröffnet. Zusätzlich wurde der Name von "Krankenhaus Riggisberg" zu "Bezirksspital Riggisberg" geändert. 1937 wurde eine Liegehalle an den Ostflügel angebaut. 1947 feierte das Bezirksspital sein 50-jähriges Bestehen.

1955 wurde ein Ökonomiegebäude gebaut. Es wurde im klassischen Chaletstil gehalten, weshalb die Bezeichnung Chalet für dieses Gebäude gebräuchlich war. Wegen der starken Auslastung des Krankenhauses wurde bald ein zusätzlicher Erweiterungsbau geplant. Der Bau begann im April 1962, ab Oktober 1964 konnte der Ostbau benutzt werden. Die geschützte Operationsstelle, welche 1974 gebaut wurde, war für den Schutz der Bevölkerung im Kriegs- und Katastrophenfall gedacht. In Friedenszeiten wurde die Operationsstelle als Aufbewahrungs- und Röntgenraum genutzt. 1976 wurde ein Ambulanzdienst ins Leben gerufen, welcher an Werk- und Sonntagen rund um die Uhr einsatzbereit war. Ab Mitte der 1980er Jahre liefen die Vorbereitungen für eine Gesamterneuerung. 1992 wurde die Baubewilligung für die Gesamterneuerung erteilt. Drei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten konnte der Neubauteil bezogen werden und die Sanierungen wurden im Jahre 1997 abgeschlossen. Wegen der "vorbildlichen Betreuung von Mutter und Kind" erhielt das Spital Riggisberg 1994 die Auszeichnung der UNICEF als "Stillfreundliches Spital". Im Jahr 1997 feierte das Spital Riggisberg sein 100-jähriges Bestehen.

2003 wurde der Verein A+ zur Erhaltung der akutmedizinischen Versorgung am Spital Riggisberg gegründet, welcher ca. 700 Mitglieder hat. Im Jahr 2013 wurde die Geburtshilfe im Spital geschlossen. 2016 wurde eine Neurorehabilitationsstation aufgebaut, welche 2022 erweitert wurde, um zusätzliche Kapazität zu schaffen. Ausserdem wurde das Personalwohnhaus zum Therapiegebäude umfunktioniert.

2007 wurde das Spital Riggisberg Teil des "Spital Netz Bern AG", welches 2016 mit dem Inselspital zur "Insel Gruppe AG" zusammengeschlossen wurde.
Veröffentlichungen:Guggisberg, Ernst: Gedenkschrift zum fünfzigjährigen Bestehen des Bezirksspitals Riggisberg. 1897 - 1947, Riggisberg 1947. (StAB BA 5351 und StABE Firma 6.26)
100 Jahre Bezirksspital Riggisberg., Hrsg.: Bezirksspital Riggisberg, Riggisberg 1997. (Signatur: StAB BA 5352)
Bewertung und Kassation:Rechnungsbelege, Dubletten und nicht identifizierbare Fotografien wurden kassiert.
Umfang:2.9 Laufmeter
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://www.query.sta.be.ch/detail.aspx?ID=871242
 

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